Wenn im Druckprozess mehrere Farben übereinander gedruckt werden, hat die Registerhaltigkeit besondere Bedeutung.
Kommt es zu Abweichungen können an den Grenzen zweier Farben weiße Kanten entstehen. Hier wird ein Bereich nicht mit Farbe bedruckt und
die Papierfarbe scheint durch. Diese weißen Stellen nennt man auch Blitzer.
Um kleine Abweichungen auszugleichen werden in der Druckproduktion Linien in der selben Farbe um die helleren Flächen gelegt.
So kommt es an den Grenzflächen zu minimalen Farbüberlagerungen und die Blitzer werden vermieden. Diesen Vorgang nennt man Überdrucken.
Die Linienstärke ist vom Druckverfahren abhängig. In der Praxis wird das Überdrucken meistens in letzter Instanz, also im Raster Image Processor (RIP) der Druckplattenausgabe bzw. des Workflowsystems vorgenommen.